Celle / Saarbrücken. Mit großem sportlichen Ehrgeiz, einer beeindruckenden Medaillenbilanz und unvergesslichen Geschichten im Gepäck sind die Athletinnen und Athleten der Lebenshilfe Celle von den Special Olympics Nationalen Spielen aus dem Saarland zurückgekehrt. Unter der Leitung von Kerstin Sauerwald-Weiß trat das Team im Tischtennis, Fußball und Radfahren an – und übertraf alle Erwartungen.
Mehr als Sport: Ein Tor zu echter Teilhabe
Die Special Olympics sind die weltweit größte Sportbewegung für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung. Hier geht es um weit mehr als um Medaillen: Es geht um Begegnung, Anerkennung und Sichtbarkeit.
Für die Lebenshilfe Celle ist die Teilnahme an diesem Event ein zentraler Baustein ihrer Arbeit. Indem wir unseren Athletinnen und Athleten diese Plattform bieten, ermöglichen wir ihnen eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Der Sport baut Barrieren ab, stärkt das Selbstbewusstsein und zeigt eindrucksvoll, wie gelebte Inklusion aussieht.
Die sportlichen Highlights im Überblick
Tischtennis-Erfolg: Die Celler Tischtennis-Asse holten unter der Leitung von Manfred Feike und Heike Gergl den kompletten Medaillensatz: Gold für Hans-Walter Glomm, Silber für Detlef Steitzer sowie Bronze für Thomas Kahlo und Florian Zettelmeyer. Claudia Ebeling rundete das Ergebnis mit einem starken 4. Platz ab.
Silber im Fußball-Mammutturnier: In einem Feld von 35 Teams aus ganz Deutschland erkämpften sich die Celler Kicker (betreut von Caroline Luttermann und Daniel Schönherr) einen überragenden 7. Platz in der Gesamtwertung. In ihrer Leistungsgruppe bedeutete dies die hochverdiente Silbermedaille.
Marlene Timme trotzt der Männer-Elite: Für die außergewöhnlichste Geschichte sorgte Radfahrerin Marlene Timme (mit dem Trainerteam Jörg Dompke und Kerstin Sauerwald-Weiß). Da sie im Frauen-Vorlauf schlichtweg zu schnell für die nationale Konkurrenz war, musste sie regelbedingt in der höchsten Startklasse der Männer antreten. Mit enormem Kampfgeist sicherte sie sich dort einen sensationellen 4. Platz (2 km) und einen 5. Platz (5 km).
Der Traum von den Weltspielen 2027
Geschäftsführer Nico Lauerwald zieht ein stolzes Fazit: „Unsere Sportler*innen haben nicht nur Höchstleistungen gezeigt, sondern die Lebenshilfe Celle mit unbändiger Freude und Teamgeist repräsentiert. Neben den Medaillen haben sie hier vor allem den Respekt und die gesellschaftliche Teilhabe erfahren, die ihnen zustehen.“
Nach einer wohlverdienten Pause in Celle bleibt es für das Team spannend:
Tischtennis-As Florian Zettelmeyer und zwei Spieler des Fußballteams haben sich offiziell für die Special Olympics World Games 2027 in Chile beworben. In den kommenden Monaten entscheidet sich, wer den Sprung in den deutschen Nationalkader schafft.








