Großes Interesse trotz Sommerhitze: Vollversammlung der Celler Werkstätten

Altencelle, 22. Juni 2026 – Informationen aus erster Hand, wichtige Zukunftsprojekte und ein starkes Miteinander standen im Mittelpunkt der diesjährigen Vollversammlung der Werkstattbeschäftigten der Lebenshilfe Celle. Rund 650 Beschäftigte der Celler Werkstätten waren eingeladen, sich am Montag (nach den Ehrungen der Werkstattbeschäftigten) in der Sporthalle der Lebenshilfe über aktuelle Entwicklungen ihres Unternehmens zu informieren. Trotz der starken Sommerhitze, die für eine etwas geringere Beteiligung als in den Vorjahren sorgte, war die Halle gut gefüllt und die Stimmung unter den Anwesenden bestens.

Wirtschaftliche Lage und bauliche Zukunft

Zu Beginn gab Geschäftsführer Nico Lauerwald einen Einblick in die Entwicklung der Werkstattlöhne sowie über die aktuellen Umsätze der Werkstatt – Themen, die bei den Beschäftigten auf großes Interesse stießen.

Praktisch und zukunftsorientiert ging es beim Bericht von Betriebsstättenleiter Jörg Dompke weiter. Er informierte die Belegschaft über drei Kernbereiche:

  • Neubau in Nienhagen: Die aktuellen Planungen für den dortigen Standort schreiten voran.
  • Standort Groß Hehlen: Hier gibt es Anpassungen bei der Raumplanung, um die Arbeitsbedingungen weiter zu optimieren.
  • Auftragslage: Besonders positiv hervorgehoben wurden die aktuellen Aufträge im Bereich der Trockeneis-Bearbeitung.

Aksel Schendler, der neue Produktionsleiter der Celler Werkstätten nutzte die Gelegenheit sich vorzustellen und einen Blick auf die wichtige Gewinnung von Neuaufträgen für die Werkstatt zu werfen. Dies stellt sich aufgrund der wirtschaftlichen Lage und der politischen Krisen aktuell als schwierig dar.

Inklusion, Kultur und Fürsorge

Einen emotionalen und vielseitigen Einblick in das soziale Leben des Unternehmens gab Heidi Jaroschewitz. Sie stellte das inspirierende, aktuell laufende inklusive Theaterprojekt „Vielfalt spielt eine Rolle“ vor, das eindrucksvoll zeigt, wie Kultur Barrieren abbaut. Zudem berichtete sie über die Neugestaltung der arbeitsbegleitenden Angebote und schnitt ein besonders sensibles Thema an: den wertschätzenden Umgang mit den Themen Tod und Trauer innerhalb des Unternehmens, um Betroffenen empathisch zur Seite zu stehen.

Starke Stimmen der Mitbestimmung

Den Abschluss der Redebeiträge bildeten die Berichte aus den eigenen Reihen der Beschäftigten. Matthias Worthmann für den Werkstattrat und Dagmar Glomm als Frauenbeauftragte gaben einen engagierten Rückblick auf die Projekte der vergangenen Monate. Sie berichteten von ihren Besuchen bei Fachveranstaltungen und Vertretungstreffen, bei denen sie sich für die Belange der Kolleginnen und Kollegen starkgemacht haben, und gaben einen Einblick in ihren oft herausfordernden, aber unverzichtbaren Arbeitsalltag.

Fazit: Die Vollversammlung hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig der direkte Austausch auf Augenhöhe ist. Trotz hitziger Temperaturen war der Tag ein voller Erfolg für den Zusammenhalt und die Transparenz innerhalb der Lebenshilfe Celle.

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